Spektrum AR9320T – Das Unboxing

Der erste Eindruck

Für die CHF 169.90 erwartet man schon Überdurchschnittliches. Es wird denn auch eine ordentlich vollgestopfte Verpackung geliefert, welche folgendes beinhaltet:

  • den AR9320T-Empfänger mit zwei Antennen
  • einen Empfänger-Satelliten mit zugehörigem X-Bus-Kabel
  • ein Sensorkabel für die Akkuspannung
  • drei Sets für die Antennenpositionierung mit Schlauch und externer Führung
  • Papierkram

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Wer schon einen AR8010T oder einen AR9030T gesehen hat, für den ist der AR9320T abgesehen von den langen Feeder-Antennen und deren Spezialzubehör nichts neues. Das gleiche Gehäuse, die gleichen Ausgänge. Verglichen mit den älteren 9-Kanal-Empfängern, hier ein AR9020, ist die T-Familie ein gutes Stück grösser. Zudem gehen die Anschlüsse für die Satelliten zur Seite statt wie früher in die Längsflucht. Was ich davon halte habe ich schon in Spektrum AR7350 – Das Unboxing kund getan.

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Doch nun geht’s auf den Prüfstand. Hier zeigen sich die Vorteile eines solchen All-in-one-Pakets. Einfach anschliessen und binden, und schon stehen einem sämtliche Funktionen inklusive Telemetrie und Vario zur Verfügung. Das sattsam bekannte Zusammenstöpseln der verschiedenen Komponenten zu den unpraktischen und schwer zu montierenden Girlanden entfällt.

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Registrierung & Update

Man weiss ja inzwischen wie der Hase läuft. In den Foren war 2017 häufig die Rede von Problemen mit der Reichweite und Firmware-Updates. Den Spektrum Updater hatte ich mir bei den Arbeiten zu Bluetooth – Die letzte Chance schon auf 1.2.4 aktualisiert. Mit ihm will ich den Firmware-Stand des Empfängers prüfen:

  1. Mit AS3X-Programmierkabel (Artikel SPMA3065) den Bind-Port des Empfängers über einen USB-Port mit dem PC verbinden.
  2. Spektrum Updater auf dem PC öffnen. Der Status im Updater ist „Cable Connected but No Device“
  3. Empfänger einschalten. Der Status wechselt auf „Cable and Device Connected“ und die Serial Number des Empfängers wird angezeigt. Unter Device erscheint kurzzeitig AR636. Dann wechselt die Anzeige auf „Device: (unknown)“.
  4. Einloggen in My Spektrum auf www.spektrumrc.com und den Empfänger mit der Serial Number registrieren.
  5. Es wird ein Firmware-Update „SPEKTRUM™ AR9320T VERSION 1.1 PUBLIC BETA (AUGUST 14, 2017)“ angeboten.

    Gegen meine guten Vorsätze beginne ich mich bereits wieder zu ärgern: Jetzt soll ich also mit einem AS3X-Programmierkabel einen Firmware-Patch, welcher sich bereits mehrere Monate, also eine halbe Ewigkeit im Beta-Test befindet, auf ein Device einspielen, welches gar kein AS3X und keinen Programmier-Port hat und dessen Typ von der Updater-Software nicht erkannt wird. Spektrum manövriert sich in diesem Bereich immer tiefer in den Sumpf.

  6. Patch herunterladen und auf den Empfänger installieren.
  7. Meine Firmware-Version ist jetzt 1.1rc3.

SpektrumUpdater_editiert

Nach einer solchen Übung muss der Empfänger natürlich wieder ordentlich durchgetestet werden.

Downsizing

Dieser Empfänger in Überseecontainer-Format passt nicht in den Taser-Rumpf. Das war schon klar bevor ich ihn kaufte. Mit dem AR8010T hatte ich vorsorglich Mass genommen. Er lässt sich zwar durch die Cockpit-Öffnung einführen, bleibt dann aber auf dem Weg zum Heck bald stecken und lässt nicht genügend Platz um Kabel oder Anlenkungen daran vorbei zu legen.

Was nicht passt wir passend gemacht. Den Plan, das Gehäuse an den Kanten etwas abzutragen, verwerfe ich schnell. Viel nützen würde das nicht. Stattdessen entferne ich das ganze Gehäuse. Das habe ich bei kleineren Empfängern schon öfters gemacht, wenn auch mit dem Ziel beim DLG Gewicht zu sparen, nicht wie hier um Raum zu schaffen.

Dann wollen wir doch mal gucken was drin ist. Einfach Aufschrauben reicht leider nicht ganz. Ein Bauteil auf der Platine ist mit dem Gehäuseboden verklebt. Da braucht es etwas vorsichtige Nachhilfe mit dem Skalpell. Ich gehe mal davon aus, dass ich spätestens mit diesem Schritt sämtliche Garantie-Ansprüche verwirkt habe. Da ich die selbe Prozedur auch mit dem AR8010T vor habe, mache ich beide in einem Aufwasch. Erwartungsgemäss unterscheiden sich die Innereien der beiden Empfänger beim ersten Hinsehen überhaupt nicht.

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Finde den Unterschied! – Auf der Unterseite hat der 93er in der Nähe der Antennen ein kleines Bauteil mehr. Im Gehäuse wird dieses von einem mit Schaumstoff gefüllten Rahmen abgedeckt. Das müsste dann wohl das Vario sein.

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Der Empfänger bleibt natürlich nicht nackt. Einerseits muss er vor Staub und Feuchtigkeit geschützt werden, andrerseits dürfen die blanken elektrischen und elektronischen Bauteile natürlich nicht das elektrisch leitende Carbon des Rumpfs berühren. Kurzschluss könnte die Folge sein. Deswegen wird er in einen transparenten 32mm-Schrumpfschlauch eingehüllt. Das Ende auf der Antennenseite verstopfe ich mit schwarzem Schaumgummi. Es soll nichts eindringen können, darf aber nicht luftdicht verschlossen sein. Das Vario muss den Luftdruck messen können.

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Und natürlich wieder testen. Funktioniert. Alles weitere folgt im Baubericht der Taser F5J

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