Klapp-Propeller mit hängenden Blättern

Klapp-Propeller sind eine feine Sache. Segeln wie ein Segler und bei Bedarf mal kurz Gas geben. Die Propeller-Blätter entfalten sich solange man sie braucht. Dann verschwinden sie wieder. Wenn nur das Problem mit den hängenden Blättern nicht wäre.

Das Problem

Die nachfolgenden fünf Flugaufnahmen von Motor-Seglern zeigen alle den gleichen Fehler. – Welchen?

Genau! – Da hängt was. Im Segel-Modus, bei abgestelltem Motor, tut der Klapp-Propeller nur zur Hälfte das, was er eigentlich tun soll. Das untere Blatt der Luftschraube klappt nicht vollständig ein. Das bremst natürlich, so ein Ding, das da im Fahrtwind hängt. Ich als Ästhet bejammere aber eher das gestörte Flugbild. Gerade an einem eleganten Segler darf das nicht sein.

Das ordnungsgemässe Einklappen der Propeller-Blätter kann an verschiedenen Gegebenheiten scheitern. Je länger und schwerer die Blätter sind oder je langsamer das Modell fliegt um so mehr zeigen sich die hängenden Blätter.

Schneller fliegende Modelle können zusätzlich das Problem haben, dass der Propeller nach dem Ausschalten des Motors wie eine Windrad passiv weiter dreht und wegen der resultierenden Zentrifugalkraft nicht einklappt. So musste zum Beispiel bei meiner RCRCM E-Tomcat am Regler die Motor-Bremse konfiguriert werden. Diese blockiert den Motor und damit den Propeller beim Gas-Wegnehmen für einen kurzen Moment, damit der Fahrtwind die Blätter sauber einklappen kann.

Wäre es nicht super, wenn wir im Propeller einen Mechanismus hätten, welcher die Blätter aktiv beiholt, sobald der Motor nicht mehr dreht?

„Meine“ Erfindung

Für Lagerung und Transport sichere ich die Klapp-Propeller immer mit einem Gummiband. Zufällig ist dabei mal ein Band in den Spalt zwischen Rumpf und Spinner gerutscht. Die Blätter wurden so zwar weiterhin gegen den Rumpf gedrückt, der Propeller liess sich aber trotzdem drehen. Zudem konnten die Blätter von Hand mit wenig Kraftaufwand in die Betriebsposition ausgeklappt werden und schnappten nach dem Loslassen selbständig zurück.

Die Idee ist geboren. Reich werde ich damit leider nicht. Andere scheinen das schon länger zu machen. Das unten stehende Bild ist die Nase eines Kante-Motorseglers (sic) von Sansibear.

RFM-Spinner der Taser

Den ersten Einsatz im richtigen Leben müssen die aktiv geklappten Propellerblätter an meiner PCM Taser F5J bestehen. Die übergrossen Paddel des langsam drehenden 14-Zöllers sind eine Herausforderung. Da nehme ich natürlich nicht das Gummiband, welches bei letzten Einkauf das Bund Frühlingszwiebeln zusammengehalten hat. Für den RFM CFK D32/d3.2 Spinner bieten sich Propsaver-O-Ringe mit Durchmesser 30 mm an.

Der Pichler-Ring passt mit dem Ramoser-Spinner und den Aeronaut-Blättern zusammen, als wären die Teile füreinander gemacht. Womöglich sind sie das auch.

In Action

So wollte ich das haben. Im Flug wird der Fahrtwind noch ein wenig mithelfen. Auf die Motorbremse für noch schnelleres Einklappen verzichte ich vorerst.

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