Slingshot XL – Servos in 3D

Nein, nichts aus dem 3D-Drucker. Das ist inzwischen „kalter Kaffee“. Es geht um die Anordnung der vier X08-Servos im engen Rumpf der Tomahawk Slingshot XL. Kreativität und räumliches Vorstellungsvermögen sind gefragt.

Immer weniger Platz

Die DLGs werden immer leichter. Das liegt nicht nur an den modernen Verbundwerkstoffen. Bei gleichbleibender reglementskonformer Spannweite von 1.5 Metern wird auch der umbaute Raum, vor allem im Rumpfbereich, immer kleiner. Für die elektronischen und mechanischen Innereien der Leichtgewichte wird es manchmal eng. Diesmal muss auch ich liebgewonnene Bau-Muster zu Gunsten einer optimalen, sprich 3-dimensionalen Nutzung des knappen Raumes aufgegeben.

Diese Erkenntnis reift, weil ich gerade versuche vier X08-Servos im Cockpit-Bereich meiner Tomahawk Slingshot XL unterzubringen. Nominal gesehen ist reichlich Platz: Rumpfhöhen zwischen 29 und 32 mm bei -breiten zwischen 27 und 34 mm. Es gibt aber zwei Problemzonen. Die minimalistischen Servo-Gehäuse schützen zwar Getriebe und Elektronik, nicht aber den Stellmotor und seine Stromzufuhr. Diese hängen einfach unten raus. Zudem wird um den Servo-Arm ausreichend Ellbogenfreiheit benötigt.

Rund und eckig

Ganz so rund wie oben gezeichnet ist der Rumpf nicht. Die Tomahawk -Leute kennen das Problem und haben die Form der Nase schon optimiert. Sie geht kontinuierlich über von der kreisrunden Spitze in ein abgerundetes Rechteck am hinteren Cockpit-Ende.

Trotzdem bekommen die Servo-Arme an den vorgesehenen Positionen noch reichlich Rundung ab. So über den Daumen gepeilt würde das knapp passen. Muss ja, denn der X08 wird für die Slingshot empfohlen.

Wer aber nicht, wie im DLG-Bau leider üblich, ständig mit dem Rücken gegen die Wand kämpfen will, der kann sich ein paar Millimeter Reserve erarbeiten. Die Geometrie lässt sich verbessern, wenn der stehende Servo nicht waagrecht, d.h. in der Flucht mit der Längsachse eingebaut wird. Etwas Neigung um die Querachse reduziert die Bauhöhe und entschärft die Konflikte.

Vielschichtig

Der mit dem Bausatz ausgelieferte Servorahmen hat damit natürlich ausgedient. Ich benötige etwas abgestuftes. Dies fertige ich aus 1.5mm Sperrholz, welches unter den Servo-Schrauben mit etwas 3mm Sperrholz verstärkt wird.

Achtung: Das obige Foto steht auf dem Kopf, damit die Flugrichtung zur Zeichnung unten passt.

Aufgeräumt

Auch bei diesem Layout werden Flying Tom’s Standards eingehalten: Der Zugriff auf den „2.4GHz-friendly“ Hohlraum in der Nase bleibt für Ein- und Ausbau des Empfängers erhalten. Das ist wichtig, weil der Spektrum AR410 nur über den Bind-Knopf gebunden werden kann. Ebenso kann der vergleichsweise grosse 350mAh-Lipo hinter den Servos problemlos in den Rumpf geschoben werden.

Saison vorbei …

Die ersten Hüpfer auf dem Fussballplatz in der Nähe waren erfolgreich. Für mehr hats noch nicht gereicht. Der Jura-Südfuss zeigt gerade seine für November bis Februar typische stockdicke Nebeldecke mit unangenehm feuchten 0 Grad. Die Thermik-Schnüffler haben es schwer hier um diese Jahreszeit.

„Mein“ Fluggelände auf der Froburg am 26.11.2020 08:00 (Webcam)

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