Salatbesteck!

Die Szene ist filmreif: Der Spezialist beim Händler meines Vertrauens greift sich das Prüfstück. Er peilt kurz mit einem Auge zugekniffen über dessen Vorderkante und legt die Stirn in Falten. Dem schmerzverzerrten Gesicht entfährt nach einem tiefen Seufzer das Verdikt: „Salatbesteck!“.

Das derart geschmähte Teil ist der schwarze Originalpropeller unserer E-flite Carbon-Z Cub. Warum solch ein Unding ab Werk an ihre Nase geschraubt wurde bleibt ein Rätsel.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der flache 15×5.5″ Propeller ist schon für’s Auge nicht sehr performant. Tatsächlich hat er echt Mühe, die 6s-Power des Motors in Schub umzusetzen. Jenseits von Halbgas produziert er nur noch mehr Lärm statt mehr Power. Die Geräuschkulisse könnte man noch verschmerzen. Das Röhren ist irgendwie scale. Der mangelhafte Vortrieb darf aber nicht sein.

Deshalb tragen wir das Ding zum Fachmann. Auf dessen Rat ersetzen wir das Salatbesteck durch ein graues Zweiblatt 15×6″ E (Elektro) von APC.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Veränderung durch diese 9-Franken-Investition ist beeindruckend. Die Cub hechtet nun praktisch aus dem Stand in die Luft und steigt viel steiler. Das schubarme Röhren sind wir allerdings noch nicht ganz los. Es beginnt jetzt aber erst bei ca 80% Gas.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zur Ehrenrettung von E-flite muss noch gesagt werden, dass der Vorfall mit der Cub eine einmalige Entgleisung ist. Spätere Modelle ähnlicher Grösse, zum Beispiel die Carbon-Z T-28, kommen mit Propellern, die auch welche sind.

Kommentar verfassen