MIGflight DG-600 – Baubericht – Notstrom

Last Update: 08.06.2121

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Motivation

Empfänger-Strom aus dem Antriebsakku via BEC ist einfach und bequem. Leider kann der Akku in die Unterspannung tauchen oder einen Kurzen machen, der Regler durchschmoren oder der BEC ausfallen. Damit ist der Empfänger ohne Strom und der „Fernlenkflug“ kein solcher mehr. Manchmal mit katastrophalen Konsequenzen.

Je grösser, schneller und teurer die Modelle werden, umso mehr drängen sich Massnahmen zum Aufrechterhalten der Empfängerspannung bei Störungen auf. Dabei geht es natürlich um den Schutz der Investition. Wenn der Antrieb ausfällt kann man im besten Fall noch heil nach Hause segeln. Primär soll aber Schaden an Dritten verhindert werden. Wenn alle Stricke reissen, muss dem Pilot genügend Steuerwirkung bleiben um das Gerät kontrolliert zu versenken, ohne Gefahr für Personen, Gebäude oder die Kuh auf der Weide.

Die simplen Stütz- oder Puffer-Akkus waren gestern. Heute hat man aktiv gesteuerte Notstromversorgung.

OptiPower UltraGuard

Das UltraGuard ist im Gegensatz zum „dummen“ Stütz-Akku mit eigener Intelligenz ausgestattet. Statt sich permanent in den Empänger-Strom einzumischen lernt und merkt es sich die anliegende Spannung. Solange alles in Ordnung ist, lädt es nur seinen 430er Lipo als Vorbereitung auf den Ernstfall.

In meinem Versuch wird ein technisches Problem auf der BEC-Seite simuliert. Akku, Regler oder eben BEC ausgefallen. Das Herausziehen des BEC-Steckers aus Port 1 (Trottle) führt zu eine Stromausfall im Empfänger. Das UltraGuard auf Port 10 erkennt dies, schaltet sich ein und versorgt den Empfänger über diesen Port mit Strom. Und dies schnell genug, dass der Empfänger nicht neu aufstarten muss.

Warnblinker

Das giftige weisse LED-Blinklicht ist ein optionales Feature. Als Ergänzung zur Telemetrie-Überwachung gibt es dem Piloten eine direkte, visuelle Statusanzeige der Stromversorgung. Zu diesem Zweck sollte es natürlich nach unten leuchten und am besten rund herum. Extra Öffnungen wird man dafür aber keine in den Rumpf fräsen. Ich positioniere die LEDs im Rumpfende. Dort sind sie zwar teilweise vom Seitenruder verdeckt. Mit den gut reflektierenden, glänzend weissen Flächen drum herum entsteht aber ein ausreichend sichtbares Lichtspektakel nach hinten und zur Seite.

Das UltraGuard wird unter der Cockpit-Haube sitzen, damit es für Wartungsarbeiten zugänglich ist. Mit den LEDs hinten beim Seitenruder fehlt 1 Meter Kabel. Es geht also auch hier nicht ohne Löt-Arbeiten ab.


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