MIGflight DG-600 – Baubericht – Cockpit-Layout

Last Update: 15.08.2121

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Cockpit-Spant

Der Cockpit-Spant wird weitgehend so übernommen, wie er mit dem Bausatz ausgeliefert wurde. Lediglich die Öffnung für den Regler muss an den hier verwendeten Kolibri angepasst werden. Wichtig ist, dass die Zugänge zu den vier Schraubenlöchern am dahinterliegenden Motor-Spant erhalten bleiben.

Regler

Der Regler wird mit einer 2mm-CFK-Platte über die Befestigungspunkte seines Lüftungsgitters im Rumpf-Spant festgeklemmt. Verschraubt wird mit M3x8 Linsenköpfen mit Innen-Sechskant. Im Spant halten Messing-Gewindehülsen dagegen.

Deckel drauf und fertig …

.. noch nicht ganz. Für die Anordnung der Technik unter der Haube muss die zur Verfügung stehende lichte Höhe bekannt sein. Es geht auch hier um Millimeter. Deshalb muss die Haube soweit fertiggestellt werden, dass der Haubenboden in seiner endgültigen Position fixierbar ist.

Die Haube greift vorne mit einem 3 mm starken CFK-Haken in die Nase und wird hinten an 2 x 2 Befestigungspunkten mit Neodym-Magneten gehalten.

An den Stellen, wo der Haubenboden mit der Glashaube verklebt wird, muss das Silber weg. Zwar würde der Formula 560 Kleber wahrscheinlich auch auf der Farbe halten. Durch das Wegschleifen der Tiefzieh-Grate an den Aussenkanten des Haubenbodens gehen so oder so Teile der Lackierung verloren. Wenn hier eine saubere Kante gelingt und der Kleber gleichmässig aufgetragen wird und klar trocknet, kann man sich eventuell das Aufmalen des Rahmens auf das Glasteil sparen.

Verklebt werden Haube und Boden auf dem Rumpf. Das stellt sicher, dass die Haube richtig passt. Es besteht allerdings die Gefahr, dass man versehentlich die Haube auf dem Rumpf festklebt. Für ein gutes Klebeergebnis muss der Leim grosszügig aufgetragen werden. Sauberes Arbeiten erspart viel Ärger.

Nach dem Trocknen sieht’s so aus. Gar nicht mal so schlecht.

Der Naive, also ich beispielsweise, würde an diesem Punkt des Baufortschritts geglaubt haben, das Thema Cockpit-Haube sei damit erledigt. Nach dem Durchhärten des Klebers ergeben sich aber gleich mehrere Probleme.

  1. Während die Baugruppe beim Probesitzen durch die Verbindung mit Klebeband noch leicht flexibel war, ist sie jetzt durch das harte Verkleben starr. Dies mit der Konsequenz, dass sie sperriger ist und sich der Haken vorne nicht mehr einhängen lässt. Die Haube passt nicht mehr auf den Rumpf. Zum Glück wurde der Haken mit ausreichen Materialstärke versehen, dass er jetzt mit der Schleifscheibe auf dem Dremel grosszügig nachbearbeitet werden kann bis er passt.
  2. Nachdem die Haube wieder ordnungsgemäss aufgesetzt werden kann, braut sich das nächste Ungemach zusammen. Dies ist mein erster Einsatz von Formula 560. Mir war trotz meiner Tests nicht bewusst, dass er „endklebrig“ bleibt, je nach Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger. Auch wenn es sich mit dem Finger nicht wirklich so anfühlt. Der Kleber auf der Innenseite, obwohl hauchdünn und schön transparent getrocknet, klebt die Haube auch nach 10 Tagen noch auf dem Rumpf fest, wenn sie lange genug aufliegt. Zudem verhindert er die Schiebebewegung des Einhakens. Die offen liegenden Leimflächen müssen also weg. Obwohl der Weissleim chemisch gesehen wasserlöslich ist, lässt er sich nicht mehr einfach weggewaschen. Wegkratzen geht auch nicht, weil er zu elastisch ist und weil sichtbare Kratzspuren im transparenten Kunststoff bleiben würden. Also mit einem nassen Lappen und viel Geduld und Feingefühl.

Danach, endlich, ist die Haube fertig. Sie sieht gut aus und lässt sich öffnen und schliessen. Damit ist der Weg frei für die Gestaltung des Innenlebens im Rumpf.

Bodenplatte

Den Bausatz liegt eine robuste, mit einem Fasergeflecht beschichteter Cockpit-Boden bei. Der Passt gut in den Rumpf und hat schon alle nötigen Aussparungen und Fräsungen für den Empfänger, die Akku-Befestigung und den Notstrom-Akku. Schön und gut.

Etwas weniger schön ist, dass der Boden nicht parallel zur Unterkante der Cockpit-Haube zu liegen kommt. Die lichte Höhe vom Cockpit-Boden zur Grund-Platte der Cockpit-Haube schwindet über die Länge des Akkus um mehr als 1 cm. Mit dem hier abgebildeten 5200er-Lipo (160 x 50 x 48) würde sich die Haube so nicht mehr schliessen lassen, weil am vorderen Ende ein paar wenige Millimeter fehlen.

Der 5200er ist nur eine Arbeitshypothese. Über den definitiven Akku wurde zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden. Trotzdem soll hier kein Platz verschenkt werden. Im ewigen Kampf Modellbauer gegen Millimeter wird die Bodenplatte ca. 8cm hinter der Spitze geteilt. Der vordere Teil trägt den Notstrom-Akku und kann optimal in die Rumpf-Spitze eingepasst werden. Er liegt ca. 1cm höher als der hintere Teil, welcher an seiner Vorderkante möglichst tief abgesenkt wird, damit die Haube nicht auf dem Antriebsakku aufliegt.


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