MIGflight DG-600 – Baubericht – Leitwerk

Last Update: 12.06.2121

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Höhenleitwerk

Die Anlenkung des Höhenleitwerks ist hinter dem Seitenruder versteckt. Deshalb die Höhe zuerst. Die Platzverhältnisse sind sehr eng. Bei der Herstellung scheint hier nicht alles mit der nötigen Liebe zum Detail angebracht worden zu sein, also schöne gerade und mit dem Leim an den Klebestellen und nicht irgendwo anders. Auch hege ich den Verdacht, dass es geometrisch unmöglich ist, den Servo ohne weiteres mit seinem Kabel in Position einzufädeln.

Verbauen möchten wir da drin

  • den KST-X12-Servo, welcher verbunden durch
  • 2 Gabelköpfe M2 mit passenden Löthülsen über den mitgelieferten
  • 2mm-Carbon-Stab via das noch einzuklebende
  • Horn das Höhenruder antreibt.

Durch Unterlegen von Sperrholz-Plättchen wird der Servo um 2 mm in Richtung Heck verschoben. So liegt er direkt unter der Öffnung für die Anlenkung. Zudem kann er beim Einschieben in das schlecht einsehbare Leitwerk die Befestigungsschrauben gleich mitnehmen und beim Einschrauben führen. Das schont die Nerven des Modellbauers.

Auch das innerste ab Werk vorhandene Loch des Servo-Arms liegt für den Breite des Leitwerks zu weit aussen. Ich bohre weiter innen ein neues, muss deswegen aber den Gabelkopf schlanker feilen, damit er nicht zu früh gegen die Nabe stösst.

Dass das mit dem Einbau ins Leitwerk irgendwie nicht so wirklich gut war, hatte ich oben erwähnt. Beim kraftvollen Eindrehen der Befestigungsschrauben macht es kurz „knack!“ und der Servo inklusive Rahmen und die gesamte umgebende tragende Struktur verschwinden in den Tiefen des Leitwerks. Der Schadenbericht enthüllt, dass die Holzteile in diesem Bereich nur an einer Ecke miteinander verklebt worden waren, und mit der Aussenhaut überhaupt nicht. Der Servo hing nur an einem schwachen, frei federnden 2.5 x 5 Sperrholz-Leistchen.

Also dann: Zuerst mal das Innenleben des Leitwerks wieder herstellen.

Höhenleitwerk (2. Versuch)

Nach dem ersten Ärger nehme ich das Vorkommnis als willkommene Gelegenheit, im Leitwerk etwas aufzuräumen und einen Rahmen für den X12-Servo masszuschneidern. Dieser muss einseitig offen und so schlank sein, dass er auch dort Platz findet wo eigentlich gar keiner ist. Zudem muss nicht nur der Servo in den Rahmen. Beim Ein- und Ausbau muss auch noch das seitlich austretende Kabel hindurch. Mit Sperrholz ist hier nichts mehr zu machen. Da hilft nur noch CFK.

Diesen filigranen „Scherenschnitt“ müsste ich mir eigentlich ins Album kleben. Aber er gehört hier hin:

Mit Servo:

Einstellwinkeldifferenz (EWD)

Die DG-600 wird dank ihrem High-End-Antrieb zügiger unterwegs sein als vom Designer RCRCM vorgesehen. Durch eine keilförmige Unterlage unter dem Höhenleitwerk wird die EWD auf 1° reduziert.

Befestigung des Höhenleitwerks

Darüber wird das Höhenleitwerk mit zwei M4-Schrauben befestigt. Mit zwei rostigen M4x16-Senkkopfschrauben durch eine zylindrische Bohrung ohne Senkloch, um genau zu sein. Das darf natürlich so nicht bleiben.

Ich bin nicht sicher wie es um die Materialstärken und die Tragfähigkeit der inneren Struktur in diesem Bereich steht. Da das Leitwerk im Gegensatz zur ursprünglichen Seglerauslegung jetzt ordentlich was vom Turbinenstrahl des Jetec-Triebwerks abkriegt, möchte ich keine Schwachstelle reinbohren, Ich verzichte deshalb auf das nachträgliche Ansenken, Stattdessen ersetze ich die Senk- durch flache Linsenköpfe mit grosser Auflage.

Ultra Guard LEDs

Die LED-Platine der Ultra Guard Notstromversorgung wird mit UHU Por auf ein Stück Schaumstoff aufgeklebt und ins Leitwerk geschoben. Sie muss hoch genug angebracht werden, dass sie der Seitenruder-Anlenkung nicht im Weg steht. Dank dem Schaumstoff hält sie da von selbst, wird aber zusätzlich mit etwas UHO Por gesichert.

Seitenruder

Das Mise-en-Place: Aus dem Bausatz das Ruder mit passendem 2mm-Carbon-Stab als Scharnier plus das 4mm-Carbon-Rohr für die Anlenkung. Von uns beigesteuert 2 Gabelköpfe M2.5 und 2 passende Löthülsen. Der X12-Servo mit der selbstgebauten die Servo-Halterung als Ersatz für das kaputte Teil aus dem Bausatz.

Die 2 kleinen schwarzen Punkte links über dem Ruder sind kein Fliegendreck, sondern M3-Madenschrauben. Sie sichern den Scharnierstab auf der Drehachse von oben und unten gegen das Herausfallen aus dem Ruder.

Leitwerk Übersicht


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