Baubericht E-Tomcat von RCRCM – Komponententräger

Letzte Änderung: 15.04.2015

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Die geplante dreischichtige Anordnung der Komponenten im Cockpit-Bereich (siehe Konzept) stellt hohe Ansprüche an die tragende Struktur und die Befestigungsmöglichkeiten. Alle Komponenten sollen wieder ausgebaut werden können, ohne dass dabei Schaden entsteht.

Aufbau

NB: Alle IDs in eckigen Klammern beziehen sich auf die Zeichnung und die Stückliste unten.

Die Servos [E] werden auf der in Flugrichtung vorderen Seite von rechts und hinten von links durch beide Trägerplatten [B] gesteckt. Dank der spielfreien Passung entsteht aus den Servos und den beiden Platten nur durch Zusammenstecken eine stabile Baugruppe. Die Servos werden aber trotzdem noch mit ihren Originalschrauben [4] auf den Trägerplatten festgeschraubt.

Der Abstand der beiden Trägerplatten ist durch die Dicke der Akku-Rutsche [A] gegeben. Bei meinen KST DS115MG schliessen die Böden der Servo-Gehäuse bündig mit den Aussenseiten der Trägerplatten ab.

Die Brücke [C] wird mit Nuten in die Trägerplatten eingepasst und verleimt (UHU Endfest 300). Damit ist die Servo-Baugruppe fertig. Sie kann später als Ganzes aus- und wieder eingebaut werden.

Die Akku-Rutsche (A) wird auf den Rumpf-Boden geklebt (UHU Endfest 300). Dabei soll gerade noch genügend Platz bleiben, dass der Akku mit Polsterung eingeschoben werden kann. Die Position der Rutsche kann während des Klebens besser kontrolliert werden, wenn sie mittels Schraube [1] mit der Servo-Baugruppe fest verbunden ist.

Etwas Spannung kommt auf, wenn die beiden Auflager [D] an den Rumpfseiten platziert werden. Dabei soll die die Servo-Baugruppe vorne mit der Brücke auf beiden Seiten sauber aufliegen und hinten ohne Verkanten in der Akku-Rutsche gelagert sein. Betreffend Einbauhöhe wird angestrebt, dass die in Normalposition senkrecht nach oben stehenden Servo-Arme in den breitesten Rumpfquerschnitt zu liegen kommen. Also muss die Brücke ca. 5 Millimeter unterhalb der grössten Breite aufliegen.

(Flugrichtung rechts)

Ich habe das so gelöst, dass ich die Auflager vorgängig an der Brücke festgeschraubt und mit ganz wenig Sekundenkleber gegen Verdrehen gesichert habe. Die Schrauben [3] sind so zu positionieren, dass sie später mit dem Schraubenzieher durch die Cockpit-Öffnung zugänglich sind. Die Aussenseite der Auflager hatte ich schon ungefähr an die Rumpfwölbung angepasst. Die Breite war so gewählt, sie im breitesten Querschnitt in den Rumpf passte. Dann habe ich gefühlte 100 Mal am Bandschleifer an den Auflagern einen Hauch Material abgetragen und Breite und Passform geprüft, bis die Brücke auf der richtigen Höhe lag und sauber mit den Rumpfseiten abschloss.

Die Auflager werden am besten in zwei Schritten in den Rumpf geklebt:

  1. Immer noch verschraubt mit der Servo-Baugruppe, mit wenig Harz (UHU Endfest 300) auf den Kontaktflächen zum Rumpf. Dadurch wird die richtige Positionierung sichergestellt. Aber Vorsicht mit dem Leim, dass man nicht versehentlich die Brücke mit an den Rumpf klebt.
  2. Danach Servo-Baugruppe entfernen und die Übergänge zwischen Auflager und Rumpf grosszügig mit Harz ausgiessen.

(Flugrichtung links)

Gut zu sehen ist hier, wie die Akku-Rutsche zwischen den hinteren Enden der Servo-Trägerplatten liegt und mit der Schraube [1] gesichert ist. Die Kontur der Akku-Rutsche wird von den Trägerplatten weiter geführt, damit keine „Ecken“ entstehen.

Hinten zwischen der Servo-Trägerplatte und der Rumpf-Hülle liegt der Bowdenzug des Höhenruders, welches vom vorderen Servo bedient wird.

Dann bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wie kriegt man die Servo-Baugruppe wieder aus dem Flieger raus, wenn einmal alles flugbereit eingebaut ist? – Zu Beispiel, wenn der Regler, welcher ganz unten liegt, ersetzt werden müsste?

  1. Aufgekletteten Empfänger von der Servo-Baugruppe lösen und vorne in den Rumpf legen. Dies ist nötig, um an die Befestigungsschrauben der Brücke zu kommen.
  2. Falls vorhanden, aufgekletteten Telemetriesender ebenfalls lösen und aus dem Rumpf hängen lassen.
  3. Gabelköpfe von den Servo-Armen lösen („Grob-Motoriker“ können dies auch erst nach Schritt 7 machen)
  4. Befestigungsschraube [1] an der Akku-Rutsche lockern
  5. Befestigungsschauben [3] von der Brücke entfernen
  6. Servo-Baugruppe nach vorne ziehen, bis sie vollständig von der Akku-Rutsche gelöst ist und vor den Auflagern liegt.
  7. Servo-Baugruppe zur Seite neigen bis ein Ende der Brücke aus der Cockpit-Öffnung ragt.
  8. Servo-Baugruppe entnehmen (und natürlich soweit nötig Kabel lösen und „entflechten“)

Stückliste

ID Name Beschreibung Anzahl
[A] Akku-Rutsche
  • Akku-Rutsche und hintere Befestigung der Servo-Baugruppe
  • 16 mm Sperrholz, rel. weich und leicht, da ein Rest, kann ich leider nicht mehr genau sagen, was es war.
  • Unterkante (Fuss) für das Einkleben an die Rumpfwölbung angepasst
1
[B] Servo-Trägerplatte
  • Servo-Trägerplatte für formschlüssiges Halten und zum Festschrauben der Servos
  • Sperrholz 3 mm
  • Rohmass ca. 100 x 24 mm
2
[C] Brücke
  • Brücke zum Befestigen der Servo-Baugruppe an den Auflagern des Rumpfs
  • Sperrholz 3 mm
  • ca. 20 x 44 mm; nicht ganz Rumpfbreite; 1-2 mm Luft auf beiden Seiten.
  • liegt auf den beiden Auflagern [D] auf und wird mit ihnen verbohrt und verschraubt
1
[D] Auflager
  • Hartholz-Stücke,
  • 10 x 10 Hartholz-Profil, abgelängt auf ca. 15 mm
  • Aussenseiten mit Bandschleifer an die Rumpfwölbung angepasst
  • Variante: durchgängiges Auflager über ganze Rumpfbreite (1 Teil)
    Vorteil: mehr Stabilität
    Nachteil: Kabel müssen unter dem Auflager durchgezogen werden (Fummelei)
2
[E] Servo
  • Servo KST DS115MG für Höhen- und Seitenruder
  • aus dem Servo-Set für Nieder-Volt
2
[1] Schraube
  • Schraube M3 x 30
  • mit passenden Unterlagsscheiben nach Bedarf
  • zum Lagern und Festklemmen der Servobaugruppe in der Akku-Rutsche
1
[2] Stoppmutter
  • Stoppmutter M3
  • zu Schraube [1]
1
[3] Schraube
  • Linsenkopfschraube 2.2 x 13
  • Befestigung der Brücke auf den Auflagern.
2
[4] Servo-Befestigungsschraube 4

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