RCRCM Sunbird – Baubericht – Konzept

Letzte Änderung: 08.01.2017 

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Ausbaustandard

Die Sunbird wird auf dem Flugplatz aufgrund ihrer Grösse kaum auffallen. Die kritische Kennzahl „Franken PNP pro Zentimeter Spannweite“ zeigt mit einem Wert von 4.6 für einen Segler aber klar, dass wir hier eine Investition tätigen und nicht wie bei den Schaumwaffeln simples Verbrauchsmaterial einkaufen.

Wir wollen die Sunbird mehrere Jahre ohne ständiges Nachbessern betreiben können. Der Werterhalt muss ihm Hinblick auf einen späteren Weiterverkauf gewährleistet sein. Die Sunbird muss daher den hohen Flying-Tom-Qualitätsstandards genügen:

  1. Der normale Betrieb ist ohne Werkzeug und ohne „Kunstgriffe und Gefummel“ möglich.
  2. Alles was wir einbauen hält, bis wir es absichtlich wieder ausbauen.
  3. Elektrische und elektronische Komponenten lassen sich mit normalem Werkzeug und ohne Zerstörung von Strukturelementen oder benachbarten Komponenten ersetzen.
  4. Die Haltbarkeit und Qualität von Detaillösungen geht vor Gewichtseinsparung.
  5. Das Modell ist dokumentiert.

Aerodynamik

Die Sunbird ist ab Werk aerodynamisch fertig. Der Einstellwinkel der Flügel ist vorgegeben, und dank der Pendelruder des Höhenleitwerks sind wir in Bezug auf die EDW flexibel. Alle Ruder sind ausgesägt und sauber angeschlagen.

Das (vorsichtige!) manuelle Spielen mit den Ruderausschlägen zeigt, dass alle Steuerflächen ausreichend Weg machen können, bevor sie mechanisch blockieren.

Wir wollen bei der Sunbird eine Crow (Krähe) – oder einen Butterfly (Schmetterling) wie der Deutsche sagt – aus dem Lehrbuch konfigurieren. Bei unseren bisherigen Modellen haben wir das nur halbherzig gemacht. Vor allem der Vollausschlag der Wölbklappen von 80 Grad nach unten wurde meist nur „fast“ erreicht. Die Ruder an sich oder deren Befestigung waren dabei nicht das Problem, sondern die Geometrie der Anlenkung (Servo, Gestänge, Ruderhorn). Damit die Wölbklappen aber wirklich als Bremsklappen mit „Werft-den-Anker!“-Verzögerungswerten funktionieren, müssen sie die 80 Grad erreichen. Mit weniger sind es eher Landeklappen, welche zusätzlich den Auftrieb erhöhen statt nur zu bremsen. Diesmal achten wir drauf.

Stromversorgung

An diesem Modell wollten wir ursprünglich keine grossen Experimente machen und auch keine Innovation betreiben. Es sollte einfach möglichst schnell und mit möglichst wenig Aufwand zum Fliegen kommen. Der Plan war, den Flieger mit dem von RCRCM und den Händlern empfohlenen Zubehör zu bestücken und fertig.

Also standen ursprünglich als Servos die KST DS245H NV Digital und KST DS115MG Digital auf der Einkaufsliste. Beide hätten die Spannung eines vollen 2s-Lipos nicht vertragen. Das Layout für die Stromversorgung war deshalb ein klassisches Niedervolt mit 4- oder 5-zelligem NiMH-Akku, also 4.8 oder 6 Volt.

Der DS245-Servo wird aber nicht mehr produziert. Es sind nur noch Restposten erhältlich, die zukünftige Verfügbarkeit von Ersatzteilen ist fraglich. Wir haben uns schon früher entschieden – wie im Blog-Beitrag Jäger und Sammler dargelegt – für Elektronik-Komponenten kein eigenes Ersatzteillager mehr anzulegen. Deshalb ist der Entscheid für Servos aus der aktuellen Nachfolgerfamilie X08 von KST gefallen. Die lassen sich von 6 bis 8.4 Volt betreiben, also dem gesamten Spannungsbereich eines ungeregelten 2s-Lipos. Machen wir!

Antrieb

Antrieb gibt’s natürlich keinen. Wir bauen keine E-Sunbird (zumindest diesmal noch nicht).

Um aber einerseits gegen überraschende Flauten gewappnet zu sein und um gelegentlich einen Testflug bei uns zuhause im flachen Gelände durchführen zu können, montieren wir eine Hochstarthaken.

Gesundheitshinweis

Das C in CFK kommt von Carbon, also Kohlefasern. Die stehen ähnlich wie Asbest im Verdacht Krebs zu verursachen, wenn sie eingeatmet werden.

Wir wollen an unserer Sunbird kaum Material abtragen. Wir wissen aber nicht wie viel an losen Fasern sie ab Werk mitbringt. Mal kräftig durchpusten kann nicht schaden.

Zum Bohren oder Schleifen gehe ich nach draussen und trage Atemschutz. Den schwarzen Staub möchtest du nicht auf deinem Basteltisch und schon gar nicht in deiner Atemluft haben. Dem Staubsauger kannst du nicht trauen. Der wird das höchstens gleichmässig in deiner Wohnung verteilen.

Vielleicht bin ich schon paranoid. Wie schlimm die Kohlefasern wirklich sind im Vergleich zu all dem Teufelszeug, welches wir in unserem Hobby sonst noch verarbeiten, weiss ich leider auch nicht …


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